Analoge Fotografie, Entwicklung, Fotografie, Schwarz-Weiss
Keine Kommentare Erster Entwicklungstest
Jetzt gibt es auch von mir mal wieder einen Blogbeitrag. Es war ja doch eine kleine Pause, welche ich aber mit der Beschaffung von Entwicklungsutensilien und -chemikalien verbracht habe – natürlich nicht nur, aber das ist ja verständlich. Wir hatten auch noch einen kleinen Aufenthalt auf Helgoland, welchen ich dazu genutzt habe, gleich mal drei Filme (Ilford Delta 400) voll zu knipsen. Durch ein ortsansässiges Fotogeschäft konnte ich noch abgelaufene Filme ergattern und einen habe ich am Montagabend dazu verwendet das Einlegen in die Entwicklungsdose und die Entwicklung zu testen. Damit auf dem Film wenigstens ein Bild drauf ist, habe ich eine schnelle Testaufnahme geknipst – nix sonderlich eingemessen – einfach Pi mal Daumen mal Osterei … *grins*
Gefriemel - oder wie lege ich den Film bei Dunkelheit in die Dose ein?
Kurzerhand habe ich die Utensilien aus dem Keller geholt und alles notwendige in den Wechselsack gelegt (Jobo Entwicklerdose mit einer Spirale, Filmkapsel, Öffner, Schere). Da ich keine echet Dunkelkammer zur Verfügung habe, lege ich die Filme in einem 70×70 cm Wechselsack in die Entwicklerdose. Da die letzten Eigenentwicklungen schon sehr lange her sind, musste also dieses Prozedere neu erlernt werden. Also … Sack verschließen und reinkrabbeln. Da ich mir gemerkt hatte, wo darin alles abgelegt ist, gelang es mir sehr schnell den Film zu öffnen und so vorzubereiten ihn in die Spirale einzuspulen. Das war nur am Anfang ein wenig Gefummel aber klappte erstaunlich gut. Durch gegenseitiges Verdrehen der Spirale war der Film schnell drin und in die Entwicklerdose eingelegt. Deckel drauf – fest verschließen – nun konnte es im Hellen weiter gehen.
Die Entwicklung
Zuerst die notwendigen Chemikalien (Entwickler, Stoppbad und Fixierer) bereitgestellt und die Arbeitslösungen entsprechend der Anleitungen und Erfahrungen aus diversen Internetforen angemischt. Den Entwickler (Adonal – nach Rodinal Rezept) habe ich als 1+50 (10ml + 490ml Wasser) angesetzt. Alle Flüssigkeiten hatte eine Temperatur von 20°C. Als Stoppbad verwende ich Adostop (als 1+20 angesetzt) und als Fixierer den Adofix (als 1+9 angesetzt). Nach dem Anmischen erstmal alles nicht mehr benötigte beiseite stellen und etwas aufräumen. Ich habe die Flaschen und Messbecher in die benötigte Reihenfolge gestellt, Stoppuhren geholt und los ging es:
Entwickler einfüllen – Timer auf 17min und los – in der ersten Minuten kontinuierlich kippen – danach jede Minute zwei Mal. Etwa fünfzehn Sekunden vor Ablauf der Entwicklerzeit habe ich begonnen diesen auszugießen. Bitte niemals Chemikalienreste in den Abfluss, sondern immer in gesonderten Behältnissen auffangen und bei der örtlichen Schadstoffsammelstelle abgeben! Danach kam das Stoppbad für 30 Sekunden zum Einsatz und danach wieder zurück in die Flasche. Nun wurde es Zeit den Film zu fixieren – vier Minuten habe ich angesetzt und dabei jede Minute zwei Mal gekippt. Auch den Fixierer habe ich danach zurück in die Flasch gegeben. Beim nächsten Benutzen werde ich aber dei Klärzeit mal manuell bestimmen, um so die optimale Fixierzeit zu haben. Jetzt musste der Film nur noch gewässert werden, wobei ich folgende Methode angewendet habe:
- Wasser rein – 3x kippen – Wasser raus
- Wasser rein – 6x kippen – Wasser raus
- Wasser rein – 12x kippen – Wasser raus
- Wasser rein – 24x kippen – Wasser raus
Zum Abschluss habe ich noch einmal Wasser mit Netzmittel reingegeben und die Dose ein paar mal gekippt. Nun konnte der Film entnommen werden (Spirale dazu ganz öffnen und nicht hinausziehen). Frisch entwickelte Filme sind sehr empfindlich und müssen erst vollständig trocken. Das restliche Wasser lief durch das Netzmittel super schnell ab und der Filmstreifen konnte über Nacht – in der Duschkabine aufgehangen (Gewicht unten) trocknen. Das Ergebnis des Negativscans habe ich mal diesem Beitrag angeheftet.
So … nun muss ich meine anderen Filme entwicklen und so langsam mein eigenes Rezept für die verschiedenen Filme und Belichtungen entwickeln